Aufbau einer Aviatik-Berg D.I

Projekt: Replica Aviatik Berg D.I

 

In Salzburg wird seit einem Jahr ein Doppeldecker der kuk Luftfahrtruppe nachgebaut. Herr Peter Moser hatte im August 2017 den Entschluss gefasst, eine Aviatik Berg D.I nachzubauen.

 

Alles begann, als sich Mitglieder des k.u.k. Dragonerregiment No.6 zusammentrafen und für den 100. Todestag des österreichischen Jagdfliegers Frank Linke-Crawford die ersten Vorbereitungen trafen.

Dabei wurde die Idee geboren, dass ein Flugzeug der damaligen Zeit, als Repräsentatiosprojekt des Feldpiloten als gutes Symbol dargestellt werden sollte. Da es kein Flugzeug gibt, das man einfach ausborgen kann, wurde um ein passendes Flugzeug der Ära gesucht. Kurze Zeit später begann die Suche nach Plänen und Details der Luftfahrttruppe. Danach fiel die Auswahl auf die Aviatik Berg D.I. Bereits im Herbst 2017 waren die ersten Teile des Cockpits fertiggestellt. Dabei wurde früh entschieden, dass das Flugzeug, wenn es dann fertiggestellt ist, auch Personen am Pilotensitz Platz nehmen können.

Das gesamte Flugzeug wurde in Eigenregie und anhand weniger Skizzen, Pläne und Beschreibungen nachgebaut. Es ist geplant einen Motor einzubauen, dass sich der Propeller dreht, Nachbildungen von Maschinengewehren werden angebaut und der österreichischen Bevölkerung nähergebracht, welch abenteuerliche Helden der Lüfte die Piloten des Ersten Weltkriegs waren. Damit man sich selbst ein Bild machen kann, wird versucht ehestmöglich das Flugzeug ausstellen zu können.

 

ZUR PERSON LINKE-CRAWFORD:

Frank Linke-Crawford wurde 1893 in Krakau geboren und absolvierte von 1910 bis 1913 die Theresianische Militärakademie in Wiener Neustadt. Er musterte als Leutnant zum k.u.k. Dragonerregiment No.6 aus. Danach wurde er aus persönlichen Gründen zur k.u.k. Luftfahrtruppe versetzt und zur Fliegerkompanie 22, dann zur Fliegerkompanie 12 zugewiesen. Dabei war er an der russischen Front und am Isonzo eingesetzt. Anschließend kam er zur Jagdfliegerkompanie 41J, die von Godwin von Brumowski befehligt wurde. Seit dieser Zeit zierte sein Flugzeug einen roten Falken und oder den Buchstaben seines Namens. Letztlich wurde Linke-Crawford mit dem Kommando Jagdfliegerkompanie 60J beauftragt und  erzielte in Summe 13 Luftsiege. Am 30.Juli 1918 wurde er in einer Aviatik Berg D.I von zwei italienischen Piloten angegriffen und Frank Linke-Crawford kam ums Leben. Er wurde in Marburg an der Donau begraben und später nach Salzburg überführt, wo er am Salzburger Kommunialfriedhof beigesetzt wurde.

 

ZUM FLUGZEUG: AVIATIK BERG D.I:

Das Flugzeug wurde von Julius von Berg als erste rein österreichische Einsitzerkonstruktion eiens Jagdflugzeugs entworfen. Der Prototyp des Flugzeugs stürzte ab, doch weitere Muster zeigten die Vorteile des Flugzeugs und es kam zur Ablösung der schwierig zu fliegenden Hansa-Brandenburg D.I. Die Avitaik Berg D.I wurde in fünf Hersteller (Österreichische Aviatik, Wiener Karossiere Fabrik, M.A.G., Thöne & Fiala & Lohner) produziert. Es wurden 1200 geplant, aber nur 700 gebaut.

Die D.I gelangte im Herbst 1917 an die Front in Italien und am Balkan. Sie zeigte exzellente Flugleistungen, hatte weniger gute Sicht für den Piloten aber ein gut eingerichtetes Cockpit. Die häufige Überhitzung des Motors unter Gefechtsbelastung bereitete jedoch Probleme, ebenso wie die schlechte Erreichbarkeit der MG im Fall von Ladehemmung.

 

 

Fotos: Peter Moser

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